GreenLabs: Pflegeanleitung

Ihr Terrarium pflegen: 5 einfache Regeln ...

 

1: Das Licht : essentiell für die Photosynthese

Pflanzen benötigen Licht für die Photosynthese - nur so können Sie den, für ihr Wachstum und ihre Gesundheit notwendigen, biochemischen Prozess erzeugen. Suchen Sie sich für das Terrarium eine Stelle aus die über ausreichend gleichmäßiges Tageslicht verfügt. Achtung, schon in einem Meter Entfernung vom Fenster erhalten Pflanzen nur noch 10% des einfallenden Tageslichtes. Es ist eine gute Idee, der Pflanze eine extra Portion Tageslicht zu gönnen und ihr eine kleine Tageslichtlampe zu spendieren. Das Terrarium darf von März - November nicht in der prallen Sonne stehen, es heizt sich sonst zu sehr auf. Drehen Sie es von Zeit zu Zeit (ca. 1x pro Monat) damit alle Seiten genug Licht bekommen und gleichmäßig wachsen.

 

 

2: Die Temperatur : tropisch temperiert

Im Terrarium wachsen Pflanzen, deren Lebensraum tropisch ist. Sie benötigen eine warm-feuchte Umgebung. Das Terrarium sollte deshalb in einer Umgebung aufgestellt werden deren Temperatur stetig zwischen 15 und 27°C liegt - das ist bei den meisten normalen Wohnräumen der Fall. Sollte es einmal deutlich wärmer werden öffnen Sie einfach das Glas ein wenig und besprengen die Pflanzen um die Feuchtigkeit wieder herzustellen.

 

 

3: Die Bewässerung : Lassen Sie sich vom Moos leiten...

Das Terrarium ist eine Art geschlossener Wasserkreislauf. Das Wasser verdunstet, schlägt sich am Glass nieder und rinnt zurück zum Boden. Es muß nur ein paar Mal im Jahr (auch nur ein wenig) gegossen werden. Das Moos und die Erde sind Indikatoren für die Feuchtigkeit. Stecken Sie die Hand in das Terrarium und fühlen ob Moos und Erde noch feucht sind (Sie können dafür das Moos anheben, die Erde darunter fühlen und das Moosstück wieder an die Erde andrücken) - solange dies der Fall ist benötigt das Terrarium kein Wasser.

 

Wenn sich die Erde trocken anfühlt sollten Sie gießen. Und dies am besten so:

 

Nutzen Sie einen Zerstäuber oder eine Ballbrause - das Wasser sollte möglichst weich und diffus fließen. Gießen Sie mit kalkarmen Wasser (Regenwasser ist optimal). Achten Sie darauf, das die Basis der Bäume und der Pflanzen genug Wasser bekommen und befeuchten Sie die Stellen auf denen das Moos liegt um sicherzustellen das dieses genug Feuchtigkeit bekommt.

 

Abhängig von der Größe des Gefäßes benötigen Sie zwischen 40 und 300 ml Gießwasser.

 

 

4: Die Kondensation : Vermeiden Sie den Exzess

Wenn Ihr Terrarium übermäßig stark beschlagen ist (oder falls sich sogar Wasser unten im Lavagestein sammelt) ist es Zeit, den Glasdeckel für eine Weile zu öffnen. Legen Sie den Deckel ca. 24 Stunden zur Seite damit die überschüssige Feuchtigkeit sich verflüchtigt und das Feuchtigkeitsgleichgewicht wieder hergestellt wird. Lassen Sie sich hier auch von Ihrer Nase leiten. Zu viel Kondensation fördert kleine Moderpilzchen die das Wachstum der Pflanzen behindern können - stecken Sie Ihre Nase in das Glas - sie werden die unterschiedlichen Gerüche schnell auseinanderhalten können.

 

 

5: Der Schnitt : Ein paar Blätter von Zeit zu Zeit

Zögern Sie nicht die Pflanzen ein wenig zurückzuschneiden sobald die Blätter die Außenwände des Glases berühren. Schneiden Sie die Blätter am Blattansatz ab und lassen Sie den Deckel des Gefäßes für 24 Stunden offen damit sich die Schnittwunden gut schließen.

 

Was mache ich wenn ...

 

Kleine Störungen im Wachstum & wie man diese schnell behebt

 

Die Pflanzen in unseren kleinen Ökosysteme sind alle erprobt und zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer aus. Das Equilibrium im Inneren der bepflanzten Gläser bietet den Pflanze einen Lebensraum der kaum Betreuung von außen benötigt. Das Glashaus ist ein botanisches Objekt - eine Art Extrakt der Natur unter Glas. Wie in einem tropischen Wald sehen Sie die Pflanzen wachsen - neue Blätter entstehen und alte Blätter fallen, das Moos breitet sich aus, die Wurzeln werden stärker .... alles lebt.

 

Es kann aber passieren, das sich aufgrund äußerer Faktoren das eine oder andere kleine Problem in Ihrem Glashaus breit macht. Verstärkter Blattfall, die Entstehung von Moderpilzchen oder kleine Insekten. Die meisten Probleme sind wirklich sehr leicht in den Griff zu bekommen.

 

 

Aber der Reihe nach...

 

Sie haben das Gefühl das sich im Glashaus kleine Moderpilzchen entwickeln ...

In den ersten Wochen nachdem Sie Ihr Glashaus erhalten haben kann es vorkommen, das sich auf dem Moos, den Blättern oder den Stämmen kleine Moderpilze bilden. Das sind in der Regel kleine wattig-weiße oder graue Pilzchen die auftreten, weil die einzelnen Elemente in dem Glashaus noch neu zusammengefügt sind und sich noch nicht aufeinander und auf die Umgebung eingependelt und akklimatisiert haben.

 

Beseitigen Sie diese Pilzkulturen schnell einem sauberen Tuch um ihr weiteres Ausbreiten zu vermeiden. Wenn sich die Pilzchen auf einem Blatt weit ausgebreitet haben, schneiden Sie einfach diese Blatt ab und lassen das Glas 24 Stunden offen damit die Schnittstelle gut heilt. Beobachten Sie und warten Sie, bis sich das biologische Gleichgewicht einstellt.

 

Zu empfehlen ist auch, den Deckel der Gefäße für ca. 24 Stunden zu öffnen - die abgesenkte Feuchtigkeit behindert die Pilze in ihrem Ausbreitungswillen.

 

Licht ist eine natürliche Bremse für die Entwicklung dieser Pilze. Beachten Sie unsere Licht-Empfehlungen - so vermindern Sie die Wahrscheinlichkeit das Sie es mit den

kleinen Kollegen zu tun bekommen.

 

Bitte platzieren Sie das Glashaus nicht zu nah an einer Wärmequelle - das erhöht die tropisch feuchte Wärme im Glas übermäßig und fördert sowohl die Pilzbildung als auch den Blattfall.

 

 

Das Glas ist immer mit sehr viel Kondenswasser beschlagen

Die Bildung von Kondenswasser ist essentiell für das Equilibrium des kleinen Biotops. Das Wasser verdunstet, steigt auf und wenn es zurück auf die Erde rinnt wird es von den Wurzeln der Pflanzen wieder aufgesogen. Der Wasserkreislauf ist geschlossen. Kondenswasser sammelt sich an der kältesten Seite des Glases. Drehen Sie daher das Glas öfter damit die Bewässerung der Wurzeln rundum stattfindet.

 

Wenn das Kondenswasser Sie ästhetisch stört können Sie einfach von Zeit zu Zeit das Glas öffnen und mit einem Finger an der beschlagenen Glasinnenwand entlang gehen. Dann rinnt das Wasser schneller nach unten und die Glaswände sind nicht so lange beschlagen.

 

Wenn Sie eine übermäßige Menge an Kondenswasser über eine längere Zeit feststellen das ist dies meistens die Folge von zu großer Hitze oder eines Sonnenbrandes - öffnen Sie dann einfach den Deckel des Gefäßes solange bis die Temperatur sich wieder gesenkt hat und ein wenig Feuchtigkeit verdampft ist. Die Entwicklung von sehr viel Kondenswasser ist oft ein Zeichen, das das Biotop zuviel Sonne abbekommt.

 

 

Die Blätter haben kleine schwarze Flecken

Auch an den kleinen schwarzen Flecken auf den Blättern ist ein Pilz schuld. Entfernen sie die befallenen Blätter (lassen Sie danach das Glas ein paar Stunden offen um die Wundheilung zu fördern). Das entfernen der Blätter regt die Pflanze an neue Blätter zu bilden und Ihre Terrarium wird bald wieder gut aussehen. Schwarze Flecken können auch vorkommen wenn Ihr Glashaus in direkter starker Sonne stand. Das Glas hat einen Lupeneffekt und brennt "Löcher" in die Blätter. Stellen Sie in diesem Fall Ihr Glashaus an einen geeigneteren Standort. Die Pflanze wird dann die beschädigten Blätter Stück für Stück abwerfen und ersetzen.

 

 

Die Blätter werden gelb

Gelbe Blätter können zwei mögliche Gründe haben: entweder es ist zu naß in Ihrem Terrarium - oder es ist zu trocken.

 

Schauen Sie sich die Pflanzen gut an; wenn das Moos eine satt-grüne Farbe hat und sich beim Berühren wie ein sehr nasser Schwamm anfühlt - dann haben Sie zuviel Feuchtigkeit im Glas. Das Moos soll feucht sein aber nicht durchnäßt. Öffnen Sie in diesem Fall das Glas und lassen es so lange offen stehen bis die überschüssige Feuchtigkeit verdunstet ist. Wenn das Moos trocken aussieht und das Substrat sich trocken anfühlt dann kann es sein, das das Terrarium vielleicht zu oft offen war und dadurch zuviel Feuchtigkeit verloren hat oder das es schlicht und einfach an der Zeit ist das Terrarium überhaupt zu gießen. Gießen Sie in diesem Fall wie in der Pflegeanleitung beschrieben: in kleinen Mengen je nach Größe des Glases 40ml (klein) bis 300ml (groß). Es kann auch vorkommen, das die Blätter gelb werden weil das Gießwasser zu kalkhaltig ist. Gönnen Sie Ihrem Terrarium Regenwasser - sie benötigen ja nicht allzuviel davon (einfach ein Glas auf die Fensterbank stellen.... ).

 

 

Die Blätter sind schön grün - fallen aber dennoch ab

Das die Blätter - obschon noch grün - vom Baum abgeworfen werden ist ein natürlicher Prozess. Der Baum wirft alte Blätter ab und ersetzt sie gegen Neue. Dieses Phänomen tritt oft in den ersten Wochen nach dem Kauf auf. Die Pflanzen im Terrarium arbeiten in dieser Zeit hart daran sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen und sich optimal auf die neuen Licht- und Temperatur-Verhältnisse einzustellen.

 

 

Die Blattränder sind trocken oder rollen sich ein

Blätter trocknen vom Rand her aus - trockene Blattränder sind ein Zeichen für zu große Hitze und/oder zu geringe Feuchtigkeit im Terrarium.

 

 

Der Stamm des Bonsais wird weich

Dies ist das einzige Szenario bei dem man die Pflanze meistens nicht mehr retten kann. Dieses Phänomen wird meistens von einem massiven Blattverlust begleitet. Ursache ist meistens ein viel zu starkes Gießen. Dadurch entsteht Staunässe an den Wurzeln und diese faulen ab. Selten kann es auch sein, das ein mikrokleines Insekt (sogenannte ver- xylophagen - diese Genossen ernähren sich von Holz) mit der Pflanze mitgereist ist. In beiden Fällen ist die Pflanze meist nicht mehr zu retten und muß ausgetauscht werden. Kontaktieren Sie uns - wir helfen Ihnen gerne damit Ihr Terrarium bald wieder in vollem Glanz erstrahlt.

 

 

Sie haben Insekten in Ihrem Terrarium

Es kann sein, das Insekten als Ei mit dem Substrat in Ihr Terrarium gekommen sind. Nicht alle von ihnen sind schädlich - wenn Sie Regenwürmer finden, Tausendfüßler, kleine Mücken oder kleine Schneckchen: freuen Sie sich, geben Sie ihnen einen Namen und nehmen sie als Mitbewohner auf (wenn es Sie stört können Sie die Tiere selbstverständlich auch entfernen). Große Schnecken sollten Sie auf jeden Fall rausschmeißen - ihr Appetit ist einfach zu gewaltig. Die einzigen Tiere gegen die Sie vorgehen müssen sind Wollläuse. Wie ihr Name schon sagt sind es sehr kleine wollig-weiße Punkte die sich auf und unter den Blättern ausbreiten. Gegen Wollläuse oder ihre Kumpels die Rote Spinne oder die Blattlaus ist ein kurzer, schmerzloser Einsatz eines Insektizids (z.B. Promanal AF von Neudorff) das Mittel der Wahl.

 

... das wird schon !